Griechenland

Vor zwei Tagen haben wir die griechisch-tuerkische Grenze ueberschritten. Nachdem wir ein weiteres Land von Westen nach Osten durchquert haben, sind die Menge and Erinnerungen und Erfahrungen so ziemlich alles was einem bleibt…

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Der erste Tag in Griechenland war gekennzeichnet von extrem hohen Temperaturen – 37 Grad. Wir entschieden uns fuer einen Ruhetag, einerseits wegen der Hitzewelle, andererseits aber auch weil wir Christos Orovas, einen Freund vom Griechischen Mountaineering Club in Florina, trafen. Er zeigte uns seine Stadt, fuhr uns in die Berge und begleitete uns fuer einige Kilometer auf unserer Pilgerroute.

So dann hat uns die Hitze sowie die Gastfreundschaft der Einheimischen waehrend unserer ganzen Reise in Griechenland begleitet. Bei Letzterem erinnere ich mich an eine Frau, die uns ein ganzes Kilo Tomaten auf unsere Reise mitgab. Oder die Gruppe von aelteren Herren in einem Cafe, die uns mit den schweren Rucksaecken ankommen sahen und die von uns bestellten Getraenke auf ihre Rechnung nahmen. Eine ganz besondere Begnung war wohl die mit dem orthodoxen Priester aus Iasmos. Er konnte uns zwar nicht weiterhelfen als wir uns nach einer Unterkunft erkundigten, gewaehrte uns jedoch einen Einblick in sein frueheres Moenchsleben auf dem Berg Athos, gab uns Speis und Trank und zeigte uns saemtliche orthodoxe Kirchen und Kappellen in Iasmos.

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In meinen Erinnerungen bleiben aber auch die vielen Bilder von toten und verletzten Tieren am Strassenrand. Was wir durch unsere Ruecksichtslosigkeit den Tieren antun ist schierer Wahnsinn. Wir sind es uns kaum bewusst, dass wir durch das Bauen von Strassen und Wohngebieten, die Heimat unzaehliger Tiere zerstoeren. Oder dass Bahngleise zu Gefaengnissen fuer Schildkroeten werden koennen, weil sie zwar zwischen die Geleise reingeraten koennen, jedoch nie mehr rauskommen. Dass die meisten Tiere den Autos nicht ausweichen koennen. Wie lange braucht es fuer die Menschheit um zu erkennen, dass nicht nur mehr Ruecksicht gegenueber Mitmenschen am Tage waere sondern genauso gegenueber Tieren? Waehrend den drei Wochen in Griechenland erblickte ich kein einziges Strassenschild, dass dem Schutz der Tiere gedient haette.

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Nur in den wenigen Tagen als wir auf einsameren Landstrassen durch huegelige und bergige Gebiete gingen, wurden uns der Anblick toter Tiere fast gaenzlich erspart. Es war an jenen Tagen, an denen wir uns viel mehr Zeit liessen um die taegliche Strecke zu bewaeltigen. Unser Schritt war gemaechlicher, wir nahmen uns mehr Zeit zum Beobachten, Fotografieren und Geniessen der wunderbaren Landschaften.

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Besonders eindruecklich waren jedoch auch die wenigen Orten, an denen wir Teile der originalen Via Egnatia fanden wie zum Beispiel in Kavala.  Mehrere hundert Meter der antiken roemischen Strasse wurden restauriert und konnten begangen werden. Seit Rom hatten wir keine origianle roemische Strasse von aehnlich guter Qualitaet gesehen. Kurz nach Sapes fanden wir eine roemische Bruecke und spaeter nach Alexandropolis nochmals Stuecke der originalen Via Egnatia – beide groesstenteils ueberwachsen mit Pflanzen und Straeuchern und in weitaus weniger gutem Zustand als was wir in Kavala angetroffen haben. Diese archaelogischen Schaetze loesen eine enorme Faszination aus. Der Gedanke wieviel Geschichte auf diesen Strasse ueber die letzten 2000 Jahre passiert war gibt mir Gaensehaut.

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Regula

 

 

 

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